Was bei einem eigenen Pool im Garten zu beachten ist…

Uns geht aus auch so – diesen Sommer bleiben wir zu Hause, und aus diesem Grund gibt es einen Pool im Garten. Und damit sind wir nicht die einzigen.
Gleichzeitig haben wir uns mit den Gefahren und der Sicherheit beschäftigt – und hier ist das Kuratorium für Verkehrssicherheit ein ausgezeichneter Ansprechpartner.

Beginnen wir mit den rechtlichen Rahmenbedingungen, das ist sehr wichtig:

Rechtlich gilt: wer eine Gefahrenquelle schafft muss diese auch absichern

Kinder dürfen – auch wenn sie schon schwimmen können – in der Nähe von Gewässern niemals unbeaufsichtigt bleiben. Gerade bei Kleinkindern gilt: Ist die Aufsichtsperson nicht in Reichweite, also einen bis maximal drei Schritte entfernt, bleibt für die Rettung wenig Zeit – manchmal zu wenig, um schlimme Folgen zu verhindern. Daher: Kinder immer im Auge behalten! Kleinkinder immer in unmittelbarer Reichweite! Wenn mehrere Erwachsene anwesend sind, so empfiehlt es sich, vorab abzustimmen, wer die Beaufsichtigung der Kinder übernimmt. Pools, Biotope und Schwimmteiche sollten durch einen eigenen Zaun und eine selbstschließende und versperrbare Tür gesichert werden – auch dann, wenn keine Kinder im eigenen Haushalt leben. Denn es muss immer damit gerechnet werden, dass kleine Kinder dennoch zu dem Gewässer gelangen könnten. Rechtlich gilt: Wer eine Gefahrenquelle schafft, muss für deren Absicherung bzw. Beseitigung sorgen.

Und hier noch die KFV-Sicherheitstipps, diese haben uns auch sehr geholfen:

  • Kleinkinder müssen in und in der Nähe von Gewässern immer in unmittelbarer Reichweite beaufsichtigt werden – größere Kinder in Sichtweite.
  • Auch kleinen Kindern kann man lernen sich beim „in das Wasser schauen“ auf den Bauch zu legen. Dadurch wird das Risiko ungewollt das Gleichgewicht zu verlieren und in das Wasser zu fallen etwas reduziert.
  • Kleiden Sie Kinder in gut sichtbaren Farben (Badekleidung) – im schlimmsten Fall der Fälle können Kinder unter Wasser so schneller aufgefunden werden.
  • Ältere Kinder und auch Erwachsene überschätzen ihre Schwimmkenntnisse gerne. Nach einem Schwimmkurs sollten die erworbenen Fähigkeiten regelmäßig geübt werden.
  • In der Regel lernen Kinder in einem Schwimmbecken schwimmen. Beim Schwimmen in offenen Gewässern sollte berücksichtigt werden, dass hier andere Bedingungen (Wind, kaltes Wasser, Strömung, Wellen,…) herrschen. Dies gilt auch für Erwachsene.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr privates Schwimmbecken, Biotop o.Ä. durch geeignete Maßnahmen vor der Erkundungsneugierde von Kleinkindern geschützt ist.
  • Alarmsysteme für Pool oder Gartenteich, die eine größere Bewegung im Wasser melden, bieten zusätzliche Sicherheit, können aber eine Aufsichtsperson nicht ersetzen.
  • Lassen Sie sich im Fachhandel beraten!
  • Entfernen Sie die Einstiegsleitern, wenn gerade nicht im Wasser geplanscht werden soll – Leitern, Treppen und Rutschen wirken insbesondere auf kleine Kinder wie eine Einladung.
  • Der Bereich um das Becken sollte rutschsicher ausgestattet sein
  • Biotope nur an gut einsehbaren Stellen anlegen. Der Randbereich soll nicht rutschig sein. Eine Umzäunung ist zu empfehlen.
  • Entfernen Sie Spielzeug aus der unmittelbaren Nähe des Pools.
  • Entleeren Sie Planschbecken sofort nach dem Gebrauch – auch geringe Wassertiefen sind für Kleinkinder gefährlich.
  • Ein „Erste-Hilfe-Koffer“ und die Notrufnummern sollen in der Nähe des Pools/Biotops aufbewahrt werden.
  • Ein Mobiltelefon im Garten griffbereit haben – Notrufnummern einspeichern. Im Notfall zählt jede Sekunde.

Dieser Blogartikel entsteht in einer Kooperation mit dem Kuratorium Verkehrssicherheit. Die Aktion Visionzero 2020 wurde vom KFV mit Unterstützung von Bundesministertin Leonore Gewessler (BMK) und dem Roten Kreuz ins Leben gerufen. Ziel der Informationskampagne ist die Bewusstseinsbildung und gezielte Maßnahmen, um die Sicherheit von Kindern in Österreich zu erhöhen.