Toter Winkel – Todeswinkel

Regelmäßig werden Fußgänger und Radfahrer bei Unfällen mit Schwerfahrzeugen verletzt – manche davon tödlich. Gerade das Aufeinandertreffen von Lkw oder Bussen mit diesen Verkehrsteilnehmern in Kreuzungsbereichen führt immer wieder zu gefährlichen Situationen. Ein häufiger Unfall-Auslöser ist dabei der Tote Winkel der Schwerfahrzeuge. Obwohl der Tote Winkel das Sichtfeld der Fahrer extrem einschränkt, sind sich andere Verkehrsteilnehmer dieses Handicaps für Lkw-Lenker oft gar nicht bewusst.

Ein durchgeführter Praxistest des Mobilitätsclubs hat aufgezeigt, dass sich trotz der sechs Spiegel, die vorschriftsgemäß am Fahrzeug angebracht sein müssen, der Tote Winkel nicht völlig vermeiden lässt. Es hat sich allerdings auch gezeigt, dass es bereits Assistenzsysteme gibt, die Lkw-Fahrer bei Abbiegevorgängen massiv unterstützen. Dabei werden mit Hilfe von Kameras und Radar Personen oder Fahrzeuge, die sich im Toten Winkel befinden, erkannt und ein akustisches Warnsignal ertönt im Führerhaus. Diese Systeme werden in Zukunft mit Sicherheit noch viele Menschenleben retten.

Aus Sicht des ÖAMTC reicht es jedoch nicht aus, sich einzig und allein auf den technischen Fortschritt zu verlassen. Hinzu kommen noch zwei weitere, wesentliche Punkte: Einerseits setzt sich der Mobilitätsclub in Kooperation mit der Initiative Sicheres Vorarlberg dafür ein, dass Schulkinder in praktischer Übungen darauf sensibilisiert werden, dass der Tote Winkel der gefährlichste Ort im Straßenverkehr ist. Andererseits durchlaufen jährlich auch tausende Berufskraftfahrer Trainings der ÖAMTC Fahrtechnik, bei denen der Tote Winkel einen Schwerpunkt bildet. 

*Hinweis: Der ÖAMTC ist ein Kooperationspartner der Familien Freizeit. 
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