Mit den Händen in der feuchten Erde graben, winzige Samenkörner in kleine Löcher stecken, mit etwas Erde behutsam zudecken und dann vorsichtig gießen. Das ist für meine Buben eine Aufgabe, bei der sie gerne mithelfen.

Gartenarbeit hat ja angeblich eine entspannende Wirkung. Besonders spannend sind dann die Tage und Wochen danach, wenn die Pflanzen größer werden. „Mama schau!“, rufen sie fast täglich und können es kaum erwarten, endlich die verdiente Ernte einzuholen. Manchmal geht die Sache aber auch schief, dann ist die Enttäuschung natürlich groß. Trotzdem lohnt es sich immer, mit Kindern Gemüse anzupflanzen. Sie lernen sehr viel über die Natur, den biologischen Kreislauf und andere Lebewesen im Garten. Und es steigert die Chancen, dass sie gerne Gemüse essen.

Mit diesen 3 Gemüsesorten haben wir zuhause immer Erfolg, ohne großen Aufwand und besonderes Fachwissen.


Erbsen

Die musst du nur in die Erde stecken und regelmäßig gießen. Da die Pflanzen wirklich sehr hochwachsen, brauchst du einen mindesten 1,5 langen Stecken, an dem die Erbsenpflanze hochwachsen kann. (Ich habe diese Anweisung in unserem ersten Gärtnerjahr ignoriert … war ein Megatheater.)
Erbsen sind ein super Gemüse für die Kinder, weil sie das Öffnen der Schoten so spannend finden. Außerdem schmecken sie köstlich.

Tipp für die Küche:
Wir geben immer Salz und eine Prise Zucker ins Kochwasser, für den Geschmack.

Zucchini

Diese Pflanze braucht viel Platz im Hochbeet, wenn sie ausgewachsen ist. Dafür wirst du mit vielen Zucchinis belohnt. Wir ernten sie immer, wenn sie noch ziemlich klein sind.

Tipps für die Küche:

  • Wir schneiden Zucchinis in Scheiben und Grillen sie kurz an, das ist eine köstliche Beilage für Fleisch. Im Backofen haben wir letztes Mal (versehentlich) Chips gemacht, weil ich die Zeit vergessen hatte. War extrem lecker ;O)
    Anleitung: Das Gemüse in 3 mm Scheiben scheiden, auf Backpapier legen, mit Olivenöl beträufeln und würzen (Paprikapulver, Salz, Pfeffer … je nach Geschmackswunsch), bei 200 Grad Umluft 20 Minuten backen (bzw. bis sie wirklich cross sind).
  • Meine Kinder mögen Zucchini am liebsten in Suppenform.
  • Als Kind habe ich dieses Gemüse gerne auch paniert und herausgebacken gegessen.
  • Manchmal, wenn wir zu viel von diesem Gemüse geerntet hatten, hat meine Mama die übrigen Zucchinis in den Schokoladekuchen geraspelt. War auch köstlich.

Karotten

Wir verwenden gerne die Saatbänder, dann ist das mit dem Abstand ideal geregelt. Der Vorteil an diesem Gemüse ist, dass die Kinder das Gemüse direkt aus dem Bett naschen können. Meine Jungs mögen Rohkost lieber als gekochtes Gemüse.

Was auch immer geht

Erdbeeren und Kartoffeln sind echt pflegeleicht, da kannst du gar nichts falsch machen. Das einzige Problem kann durch andere Tiere auftreten, die deine Pflanzen auch super finden. Ameisen zum Beispiel. Die kommen regelmäßig ins Hochbeet. Ich habe mal in einem Ratgeber gelesen, dass Ameisen starke Gerüche nicht leiden können. Deshalb „würzen“ meine Jungs die Erdbeeren manchmal mit Zimt.

Für die Kartoffeln empfehle ich, in einem Lagerhaus oder Biomarkt gezielt Saatkartoffeln zu kaufen. Wir haben unser Glück mal in einem alten Kübel versucht, hat wunderbar funktioniert. damit das Regenwasser abrinnen kann, musst du Löcher in den Boden bohren und als unterste Schicht Steine reinlegen. Dann kommt hochwertige Erde rein und 2-3 Saatkartoffeln. 100 Tage später können die Kinder nach den „Goldschätzen graben. Das ist ein Megaspaß.

Achtung. Die Saatkartoffel selbst musst du wegschmeißen, weil die giftig ist. Hier ist ein hilfreicher Artikel dazu.

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