Der Advent ist eine Zeit des Wartens und der Vorfreude, in der wir uns auf das Fest der Geburt Jesu vorbereiten. Die Corona-Pandemie wird in diesem Jahr wohl auch unsere Adventgestaltung verändern. Es kann sein, dass es vielleicht sogar etwas ruhiger wird als gewohnt. Das bietet die Chance, die vielen Bräuche und Traditionen, die uns durch den Advent begleiten und uns zum Weihnachtsfest hinführen sollen, auch im Kreis der Familie bewusster in den Mittelpunkt zu stellen.

Da ist z.B. der Adventkranz. Er ist ein zentrales Symbol, das uns durch den Advent begleitet. Je näher das Weihnachtsfest rückt, umso mehr erleuchten seine Kerzen den Raum. Licht ist Zeichen für Hoffnung und Freude. Vielleicht schafft ihr es in diesem Jahr, im Kreis der Familie mehrmals während der Woche für ein paar Minuten um den Adventkranz zu sitzen, ein Adventlied (z.B. „Wir sagen euch an den lieben Advent“) zu singen oder gemeinsam an andere Menschen zu denken.

Im Laufe des Advent gibt es auch ganz besondere Tage, etwa den Barbaratag am 4. Dezember. An diesem Tag wurden gemäß einem alten Brauch Zweige geschnitten und in einer Vase zu Hause aufgestellt. Sie sollen bis zum Weihnachtsfest blühen und dadurch verdeutlichen, dass Weihnachten ein Fest des Lebens ist. Bei einem Spaziergang mit den Kindern können diese Zweige gesammelt und zu Hause gemeinsam aufgestellt  werden. In den Tagen vor Weihnachten könnt ihr dann mit den Kindern beobachten, wie sich die Knospen schön langsam öffnen und zu blühen beginnen.

Und dann gibt es natürlich noch den Nikolaustag am 6. Dezember. Inwieweit in diesem Jahr der Nikolaus in unseren Pfarren von Haus zu Haus gehen kann, ist noch fraglich. Aber vielleicht können heuer der Papa oder die Mama die Kleinen überraschen und ihnen mit einem kleinen Geschenk eine Freude bereiten. 

Auf unserer Website www.kath-kirche-vorarlberg.at gibt es viele weitere Tipps, Gebete, Lieder oder Bastelvorschläge, die helfen, gemeinsam mit euren Kindern den Advent zu gestalten. Ich wünsche euch und euren Lieben viel Freude und Gottes Segen!

Bischof Benno Elbs

Bilder: Unsplash, Benno Elbs,