von der Kräuterpädagogin Iris Lins (www.kraeuternest.at)

Grüner Zwerg: Pikante Picknick-Pancakes

Diese würzigen Kräuter- Pancakes sind kinderleicht zuzubereiten und eignen sich hervorragend für die Jausenbox oder für ein feines Picknick auf der Wiese. Vor allem der Bärlauch und der leckere Vorarlberger Bergkäse sorgen für den perfekten Geschmack!

Zutaten:
150g Mehl
2 Eier
150ml Wasser, Milch oder Pflanzenmilch
½ TL Backpulver/Natron
1 Prise Salz
2 Handvoll kleingeschnittene Kräuter, allen voran Bärlauch, ev. Vogelmiere, Giersch, Petersilie, Birkenblättchen, usw.

Freches Früchtchen: Gesichtsmaske für Teenies

Das Freche Früchtchen eignet sich gut zur Gesichtspflege nach einem langen Badetag. Die sonnen-strapazierte Haut freut sich da besonders über ein wenig extra Pflege. Und wer die Maske nicht mehr in den Kühlschrank stellen will, kann sie entweder am nächsten Morgen ins Müsli geben oder direkt beim Einwirken den Rest vernaschen. Diese Maske ist auch ein Highlight für Teenies und einen Mädelsnachmittag im Garten!

Zutaten:
2 große Erdbeeren
2 TL Kakaopulver ungesüßt oder geriebene dunkle Schokolade
2 TL Honig
2 EL geschrotete Haferflocken/Haferschrot

Die Erdbeeren zerkleinern und mit den restlichen Zutaten gut vermengen. Für einen kühlenden Effekt nach einem langen Tag draußen die Maske zuerst noch in Kühlschrank stellen. Beim Auftragen für 15-20 Minuten auf dem Gesicht einwirken lassen und danach mit lauwarmem Wasser abreinigen. Wer etwas Kokosfett zu Hause hat, kann danach die Haut noch mit einem Klecks davon pflegen, denn Kokosfett hat nochmals einen kühlenden Effekt. Diese Menge reicht für mehrere Anwendungen, am Besten im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 3-4 Tagen aufbrauchen.

Süße Träume: Süßgras-Zopf

Süßgras enthält, wie der Waldmeister, Cumarin, dessen Geruch uns an frisches Heu erinnert und eine entspannende Wirkung auf uns hat. Im Frühling wächst es bei uns auf vielen Wiesen. Früher wurde es vielmehr verwendet, bspw. bei der Zubereitung von Getränken, beim Räuchern oder bspw. wenn ein Baby auf die Welt kam, wurde zum Schutz vor bösen Geistern und vor allem auch zur Förderung von entspanntem Schlaf ein kleines Kränzchen über die Wiege gehängt. Bei Babys und kleinen Kindern werden für solche Kränzchen wirklich nur kleine Mengen verwendet, da diese auf das Cumarin viel sensibler reagieren. Diese Kränzchen sind aber auch für Erwachsene hervorragend geeignet. Ob als Duftsträußchen im Eingangsbereich, im Kleiderkasten oder am Bettpfosten. Der Duft von Süßgras ruft sofort wunderbare Erinnerungen an weite Wiesen, Sommer und Sonne in uns wach.

Zutaten:
1 Strauß Süßgras, Menge je nach Bedarf
2 Stück Bindfaden, Garn, o.ä., ca. 20-30 cm

Den Strauß am Wurzel-Ende zusammen binden und dann dritteln. Nun soweit zopfen, bis die Blüten erreicht werden, dann wieder mit dem Bindfaden das Ende fixieren und zusammenbinden.

Ist der Zopf gut angetrocknet, eignet er sich auch zum Räuchern. Besonders im Herbst und Winter verströmt er seinen süßen Duft, wenn er angezündet wird. Wichtig: Entweder Stücke abschneiden und in ein Räucherstövchen legen oder den Zopf über einer feuerfesten Schale oder in einer kleinen Räucherpfanne abbrennen lassen.

Super-Suppe

Zutaten:
250g Karotten
250g Tomaten
250g Sellerie
250g Zwiebeln
250g Salz
1-2 Handvoll Petersilie, Maggiekraut, Kräuter nach Wahl bzw. Verfügbarkeit

Das Gemüse putzen und klein schneiden,  mit dem Salz in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab zerkleinern. Zum Schluss noch die kleingeschnittenen Kräuter hinzufügen und nochmals mit dem Pürierstab alles gut miteinander durchpürieren. (Mit Küchenmaschinen funktioniert es etwas rascher: Einfach alle Zutaten in den Behälter geben und zerkleinern). Anschließend die frisch zubereitete Suppenwürze in Gläser abfüllen, gut verschließen und dunkel stellen. Sie muss nicht getrocknet werden oder in den Kühlschrank. Durch das Salz ist sie gut konserviert und hält gefühlt eine Ewigkeit.

Die Suppenwürze kann auch für Soßen und andere Speisen verwendet werden. Für die Liebhaberinnen der italienischen Küche kann bspw. noch Basilikum und ein wenig Dost (Oregano) hinzugefügt werden. Wer Kräuter der Provence mag, bekommt mit Rosmarin, Lavendel und Co. noch die entsprechende Würze.

Sum-Sum: ein echter Kräuter-Honig

Die Kräuter geben dem Honig eine besondere Geschmacksnote. Dieser „echte“ Kräuterhonig kann teelöffel-weise in warmes Wasser, Tee, Milch oder andere Getränke gegeben werden.
Die Zusammensetzung von Honig und Kräuter ist auch hervorragend für die Hautpflege geeignet, beispielsweise als Peeling, als Entspannungsbad – kombiniert mit Sahne – als Maske oder als Honigtupfer, wenn sich ein harmloser Pickel zeigt. Eine weitere Anwendungsform ist das „Honig lutschen“, dabei wird der Honig so lange wie möglich im Mund belassen, damit die Inhaltsstoffe auch über die Mundschleimhaut wirken können.

Zutaten:
1 TL Lavendelblüten
2 EL Zitronenmelisse
2 EL frische, leicht angewelkte Rosenblätter (Duftrosen)
150ml Honig

Vorbereitung:
Wenn der Honig etwas zähflüssiger ist, kann er im Vorfeld in ein lauwarmes Wasserbad gestellt werden, damit er sich nachher besser mit den Kräutern verbindet.

Zubereitung:
Lavendel, Zitronenmelisse und Rosenblüten klein schneiden und gut mit dem Honig vermengen. Für 3-4 Wochen an einen dunklen Ort stellen (Küchenschrank ist ausreichend, ohne direkte Sonneneinstrahlung.). Danach durch ein Teesieb in ein sauberes Glas rinnen lassen.

Wichtig:
Beschriften! Meistens kommt ein Kasten-Kobold und stellt das Glas in die hinterste Reihe. Bis es wieder zum Vorschein kommt, erinnern wir uns an die Inhaltsstoffe meistens nicht mehr.

Hagebutten-Punsch für kalte Tage

Warmer Punsch ist in der kalten Winterzeit ein echter Seelenschmeichler und nach einem Nachmittag auf dem Rodelhügel oder einer Winterwanderung zusammen mit ein paar selbstgemachten Keksen oder heißen Kastanien eine wunderbare Jause.

Zutaten für einen wärmenden Punsch: mit der Extraportion Vitamin C
1 Handvoll Hagebutten, frisch oder getrocknet
1l Wasser
Saft einer halben Bio-Zitrone
1/2 Bio-Zitrone in Scheiben
1/2l Apfelsaft (oder ein anderer Saft)
Süßungsmittel nach Geschmack, Honig ist natürlich richtig lecker. Bitte aber erst ein wenig abkühlen lassen, bevor ihr ihn hinzufügt. Hier eignet sich auch ein Schuss Holderblüten-Sirup vom Frühsommer! Gewürze wie Nelken, Zimtstange, Nelken, Sternanis oder Vanilleschote

Zubereitung:
Gewürze in 1 Liter Wasser aufkochen und 10 Minuten wallen lassen.
Hagebutten und Zitronenscheiben hinzugeben, nochmals aufwallen lassen und danach 6-8 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
Mit den restlichen Zutaten vermischen, wenn nötig noch einmal vorsichtig erwärmen.
Nach Geschmack süßen, abseihen und genießen!

TIPP:
Die Hagebutten haben einen hohen Gehalt an Vitamin C, das sich im Punsch lange hält. Im Gegensatz zu anderem Vitamin-C-haltigen Obst baut es sich im Hagebutten-Punsch oder Tee vergleichsweise langsam ab!

Waldbad: Oder wie bringe ich den Wald in die Badewanne?

Zutaten und Zubehör:
6 EL Salzeinen kleinen Zweig einer Fichte (bei uns in Vorarlberg nennen wir die Fichte auch „Rottanne“)
ein Schneidbrett
ein Messereine Schüssel oder falls vorhanden, einen Mörser
ein kleines Marmeladeglas

Zubereitung:
Die Nadeln vom Fichtenzweig zupfen oder schneiden, dann mit dem Messer so gut es geht zerkleinern. Das Salz und die zerkleinerten Nadeln in die Schüssel geben und alles gut vermischen. Das Nadel-Salzgemisch in das kleine Marmeladeglas füllen und das Glas beschriften.
Mögliche Namen für dein Waldbad: Waldspaziergang, Waldluft, … lasst eurer Kreativität freien Lauf!
Beim nächsten Badetag einfach die Hälfte des Salzes in ein Baumwollsäckchen (oder einen Waschlappen) füllen und ins Badewasser legen oder an den Wasserhahn hängen und das Waldbad genießen!

Sleepy-Socks

Zutaten und Zubehör:
3 EL entspannende Kräuter (Lavendel, Zitronenmelisse, Waldmeister, Kamille,…)
Füllmaterial Schafwolle (alternativ kannst du auch nehmen: Holzspäne, getrocknete Bohnen/Hülsenfrüchte, Reis, kleingeschnittene Stoffreste,…)
eine alte saubere Strumpfhose (abschneiden, von der Zehe bis zum Knie ist ausreichend) oder einen langen Sock/Kniestrumpf

Zubereitung:
Die Schafwolle auseinanderlegen und mit dem Kraut füllen, das du dir ausgesucht hast. Wichtig ist, dass du das Kraut magst, sonst hilft das entspannendste Pflänzchen nicht, wenn dich die Nase juckt vor Unwohlsein! Nun die Wolle an den Rändern zusammenwutzeln und in die Strumpfhose füllen. Wenn du loses Material wählst, in einer Schüssel alles gut miteinander vermischen und dann abfüllen. Zum Schluss noch einen Knopf in das Strumpfhosenende machen oder mit einer Schnur abbinden.
Die Schlafsocke kannst du nun mit ins Bett nehmen und bei Bedarf etwas kneten, damit der entspannende Duft seine Wirkung entfalten kann.

Tea-Time auf der Wiese

Tee sammeln und mischen ist gar nicht so schwierig, wie manche es oftmals vermuten. Für die erste eigene Teemischung reichen auch schon drei verschiedene Pflanzen aus. Und auch hier ist wieder wichtig, dass wir uns immer für solche Kräuter entscheiden, die wir mögen.

Zutaten für eine Familien-Teemischung:
2 Handvoll Zitronenmelisse
1 Handvoll Gänseblümchen (Blüten und Blätter)
½ Handvoll Ringelblumen (Blüten)

Die Melissenblätter direkt beim Ernten vorsichtig vom Stil entfernen und gemeinsam mit den anderen Kräutern im Schatten trocknen. Wenn alle Pflanzenteile gut trocken sind, so ganz wie möglich in ein Glas abfüllen. Nun das Glas noch mit Inhalt und Datum beschriften und dunkel stellen.

Wichtig: Um die Inhaltsstoffe und den Geschmack so gut wie möglich zu erhalten, die Pflanzenteile immer erst beim Gebrauch zerkleinern.

Kräutermemory

Kräutermemory kann überall unkompliziert gespielt werden, trainiert das Gedächtnis von den Kleinen und den Großen, macht einfach Spaß und sensibilisiert für die Naturschönheiten, die überall zu finden sind.

Was braucht ihr für das Spiel? Gar nicht viel:
ein Tuch (Geschirrtuch, Taschentuch, Stoffwindel)
Kräuter (von einer Wiese, vom Wegrand, aus dem Garten)

Und schon kann es losgehen:
Der Spielleiter sammelt vorab fünf ungiftige, nicht geschützte Kräuter und legt sie auf eine Hälfte des Tuchs. Die Mitspieler bekommen zwei Minuten Zeit, um sich die Kräuter gut einzuprägen. Danach werden die Pflanzen mit der anderen Tuchhälfte verdeckt. Nun haben die Spieler einige Minuten Zeit, um die Kräuter in der Natur wiederzufinden und zum Tuch zurückzubringen. Sind alle von der Suche wieder zurück, wird gemeinsam geschaut, ob alle Kräuter gefunden wurden!
Wenn ihr mit jüngeren Kindern spielt, könnt ihr die Zahl der Kräuter auch reduzieren, für Ältere auch gern erhöhen.
Kinder lernen beim Sammeln der Kräuter ihre Umgebung auf eine neue Weise kennen, denn sie sehen nicht mehr „nur eine grüne Wiese“, sondern erkennen einzelne Pflanzen, das fördert eine differenzierte Beobachtung. Außerdem lernen sie neue Pflanzen kennen und erweitern so ihren Wortschatz um neue Begriffe, unterschiedliche Düfte und Geschmäcker werden bewusster wahrgenommen.

Stern aus Zweigen

Weihnachtsdekoration aus Naturmaterialien ist wunderschön, nachhaltig, einfach herzustellen und günstig, denn die Materialien sind kostenlos verfügbar. So könnt ihr mit Zweigen aus dem eigenen Garten oder aus dem Wald passend zur Advents- und Weihnachtszeit hübsche Sterne gestalten.

Wichtig:
Wenn ihr in den Wald geht, müsst ihr euch im Vorfeld erkundigen, wo ihr was nehmen dürft. Oder beim örtlichen Bauhof oder Christbaum-Stand fragen, ob ihr ein paar Äste haben könnt. Hier lieber auf Nummer sicher gehen!

Der Stern besteht aus zwei Dreiecken, die aufeinander gelegt eine sechszackige Form ergeben.

Schneidet dazu zunächst die Zweige zu (die Länge ist abhängig von der gewünschten Endgröße des Sterns). Gut zu verarbeiten sind Längen zwischen 60 und 100 Zentimeter. Damit alle Zweige die gleiche Länge haben, am besten das erste geschnittene Exemplar als Vorlage für die anderen Zweige verwenden.

Die Zweige zu einem Dreieck verbinden: Legt dazu die Zweige an der Spitze übereinander und umwickelt sie fest mit einem Spagat oder Draht. Ein zweites Dreieck genauso anfertigen. Legt die Dreiecke vor dem Weiterbasteln probehalber einmal aufeinander, damit sie auch wirklich die gleiche Größe haben.

Zum Schluss werden die beiden Dreiecke so übereinandergelegt, dass sich eine Sternform ergibt. Den Stern an den Kreuzungspunkten mit Draht oder Spagat fixieren.

Tipp: Am besten wirken mehrere Sterne in verschiedenen Größen, die nebeneinander aufgestellt oder aufgehängt werden. Und natürlich könnt ihr sie noch mit Hagebutten, Wacholderbeeren, getrockneten Orangen-Scheiben oder anderen getrockneten Wildfrüchten oder bunten Kräutern gestalten.

Gerade die Tanne passt hervorragend in die Vorweihnachtszeit, weil sie einen wunderbar entspannenden Duft verströmt, der uns dabei hilft, dass wir uns noch entspannter auf die Weihnachtszeit freuen können!

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